Digitale Brüdertage: Kapuziner diskutieren über Corona und die Folgen

In Zeiten der Corona-Pandemie in der Deutschen Kapuzinerprovinz verbunden bleiben: Die Digitalisierung macht es möglich. Mitte Oktober fanden fast 60 Kapuzinerbrüder in ihren Konventen in ganz Deutschland vor ihren Bildschirmen zusammen und diskutierten über die aktuelle Lage der Welt, der Kirche und des Ordens. Auch das gemeinsame Gebet kam nicht zu kurz.

Den Anfang der Digitaltagung, die von der Leitung der Deutschen Kapuzinerprovinz angeregt und von Bruder Paulus Terwitte in Frankfurt moderiert wurde, machten zwei Impulsvorträge von Carolin Kronenburg (Pressesprecherin von Adveniat) und Joachim Frank (Journalist und Vorsitzender der Gesellschaft Katholischer Publizisten). Kronenburg verwies auf das grundsätzlich positive Image des Kapuziner-Ordens in der Öffentlichkeit, der mit klarem Charisma lautstark gegen Ungerechtigkeit in der Welt einstehe. Sie verband dies mit dem Wunsch, dass der Orden noch „sichtbarer in der Gesellschaft werden“ solle. Joachim Frank machte in seinem Impuls auf die besondere Stellung aufmerksam, die der Orden innerhalb der katholischen Kirche wahrnimmt: „Ordensleute haben eine andere Freiheit, die sie innerhalb der Kirche auch nutzen sollten.“

In den gemeinsamen Gesprächen, Arbeitskreisen und Gebeten setzten sich die Kapuziner vor allem mit der aktuellen Situation in der Corona-Pandemie auseinander. Wie soll die Kirche damit umgehen, dass sie in dieser Krise nur wenig bis gar nicht gefragt ist? Wie verändert sich die Seelsorge? Was bedeuten die Umbrüche der letzten Monate für Strukturen und Finanzen? Viel Stoff, dem sich die Brüder in ihren Gesprächen vor Ort und konventübergreifend via Videotelefonie intensiv widmeten.

„Das Hybrid-Konzept mit persönlichem Gespräch vor Ort in den Konventen und den gemeinsamen Gebeten, Impulsen und Berichten per Video, hat sehr gut funktioniert“, freute sich Bruder Christophorus Goedereis über den erfolgreichen Testlauf der „digitalen Brüdertage“. Der gewählte Provinzial der deutschen Kapuziner kann sich gut vorstellen, das Format in Zukunft auch für andere Zwecke häufiger zu nutzen.

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