Jahresstatistik: 10.133 Kapuziner weltweit, Zahl der Novizen steigt

Die „Generalkurie der Minderen Brüder Kapuziner“ hat die Statistik für das Jahr 2019 veröffentlicht. Demnach gibt es Stand 31. Dezember 2019 10.133 Kapuziner weltweit.

Damit blieb die Zahl der Kapuziner stabil: Im Jahr 2018 vermeldete die Generalkurie 10.143 Ordensmänner, die ihre Profess abgelegt hatten. Vor zehn Jahren lag die Zahl der Kapuziner weltweit bei rund 10.400, vor 20 Jahren bei 10.800 Brüdern. Von den über 10.000 Kapuzinern haben rund 8500 die ewige und 1600 die zeitliche Profess abgelegt. Etwa 70 Prozent der Kapuziner sind Kleriker, 30 Prozent Laien. Die insgesamt 10.133 Ordensleute stammen aus 110 Ländern – die meisten aus Italien, Indien und Brasilien.

Beim Nachwuchs gab es im vergangenen Jahr ein deutliches Plus: So befanden sich 382 junge Männer im Noviziat, der Ausbildung und Vorbereitung auf die zeitlichen Ordensgelübde. Zum Vergleich: 2018 waren es 337. Die Zahl von 382 Novizen ist der zweithöchste Wert seit 2008.

Die guten Nachrichten setzen sich in Deutschland im Jahr 2020 fort: So haben drei deutsche Kapuziner im September ihr Noviziat begonnen. „Wir leben in Gemeinschaft. Wir schöpfen Kraft aus dem Gebet und versuchen, christlich zu glauben – und auch so zu handeln. Wir finden, dass so ein Leben unterm Strich sinnvoll und erfüllend ist“, freut sich der deutsche Kapuziner Stefan Walser (39), der in Deutschland Ansprechpartner für Suchende und Ordensinteressenten ist.

Die meisten Kapuziner leben in Europa: Ende 2019 waren es rund 36 Prozent der Brüder. Es folgt der asiatische Raum mit 26 Prozent. 22 Prozent stammen aus Amerika, 15 aus Afrika. Dieses Verhältnis wird sich aufgrund der Altersstruktur der Ordensleute und auch der Novizen verschieben: So kommen aktuell 42 Prozent der Novizen aus Asien – und 6 Prozent aus Europa.

„Bei aller Verantwortung für die Geschichte gibt es viel Schwung, Neues auszuprobieren“

Auch zur Altersstruktur gibt die aktuelle Statistik Aufschluss: Rund 51 Prozent sind unter 50, 49 Prozent über 50 Jahre alt. Knapp ein Drittel der Kapuziner weltweit ist jünger als 40 Jahre. Diese Zahlen variieren stark von Region zu Region. „In Deutschland gibt es Brüder in jedem Lebensalter von 20 bis 97 Jahren. Bei aller Verantwortung für die Geschichte gibt es viel Schwung, Neues auszuprobieren und zu schauen, wo wir als Kapuziner gerade gebraucht werden“, sagt Stefan Walser, der im Kapuziner-Kloster in Münster lebt.

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