Krankheit, Schmerz und Unglück - Vortrag zur modernen christlichen Leidensmystik

Villenabende zu spiritualitätstheologischen Fragestellungen in der PTH der deutschen Kapuziner in Münster. Auftakt der Vortragsreihe am 5. 2. 2015 mit Prof. Dr. Julia Knop.

Prof. Dr. Julia Knop spricht zur Leidensmystik

Die Philosophisch-Theologische Hochschule (PTH) Münster bietet in diesem Jahr eine Vortragsreihe zu spiritualitätstheologischen Fragestellungen.

Den Auftakt dieser  Einzelveranstaltungen macht Frau Prof. Dr. Julia Knop am
Donnerstag, den 5. Februar 2015, um 19:30 Uhr in der PTH, Hohenzollernring 60, Münster.

Prof. Dr. Julia Knop hat derzeit die Lehrstuhlvertretung des Seminars für Dogmatik und Dogmengeschichte an der WWU Münster inne.
Sie spricht zum Thema:
Krankheit, Schmerz und Unglück - Möglichkeiten und Unmöglichkeiten einer modernen christlichen Leidensmystik

Jesus hat Kranke geheilt und Niedergedrückte aufgerichtet. Nicht zuletzt daran zeigte sich, wer er war und was es bedeutet, dass das Reich Gottes mit ihm begonnen hat. Dass sich Christen unter Berufung auf Jesus, den "Heiland", für Kranke und Leidende, aber gegen Krankheit und Leid einsetzen, versteht sich daher fast von selbst. Weniger selbstverständlich ist ein Strang der christlichen Frömmigkeitsgeschichte, in dem man Krankheit, Schmerz und Unglück nicht (nur) als Infragestellung des Gottes, der unser Heil will, wahrnimmt, sondern als Weg der Nachfolge Jesu, als Aneignung seiner Passion. Dabei wird das Negative des Leidens nicht geleugnet oder verzweckt. Vielmehr wird erlittenes Geschick in den eigenen Glaubensweg integriert. Solche Zeugnisse christlicher Leidensmystik - etwa von Henri Nouwen, Simone Weil oder Johannes Paul II. - befremden und beeindrucken. Mindestens lohnt es, sie als Frage danach, was menschliches Dasein vor Gott sinnvoll und wertvoll macht, wahr- und ernstzunehmen.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der PTH.

Redaktion: Ludger Ägidius Schulte/Beate Schneiderwind

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