Moria: Franziskanische Gemeinschaften appellieren an die Politik

Die franziskanischen Gemeinschaften haben sich in einer gemeinsamen Erklärung betroffen über die Verhältnisse im griechischen Flüchtlingslager Moria gezeigt. "Als franziskanische Schwestern und Brüder sind wir besorgt über die katastrophalen Verhältnisse geflüchteter Menschen, die durch die Brände im Flüchtlingslager Moria drastisch verschärft worden sind", schreibt die Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft INFAG.

Die INFAG ist ein Zusammenschluss der deutschsprachigen franziskanischen Ordensgemeinschaften in Deutschland, Luxemburg und Belgien - darunter auch die Deutsche Kapuzinerprovinz. "Wir appellieren dringend an die politischen Entscheider in Deutschland und den europäischen Nachbarländern, die betroffenen Menschen unverzüglich aufzunehmen und für menschenwürdige Unterbringung und Unterstützung zu sorgen", fordern die Ordensgemeinschaften in ihrem gemeinsamen Statement.  

Der Provinzial der Deutschen Kapuzinerprovinz mit Sitz in München, Christophorus Goedereis, unterstützt diese Forderung mit Nachdruck. "Das, was ich aus diesem Lager höre, ist einfach grauenhaft. Und wenn ich nun sehe, wie in der deutschen Politik über eine absolut kleine Zahl aufzunehmender Flüchtlinge diskutiert wird, finde ich das einfach nur beschämend", so Goedereis. "Deutschland sollte an dieser Stelle großzügiger sein und sich nicht hinter einer gesamteuropäischen Lösung verstecken."