Seliger P. Anicet Koplin (1875–1941)
Der Vater der Armen in Warschau

Pater Anizet Koplin wurde 1875 geboren und trat 1893 in den Kapuzinerorden ein. Im Jahr 1900 wurde er in Krefeld zum Priester geweiht und war zunächst auf dem Gebiet der früheren Rheinisch-Westfälischen Kapuzinerprovinz als Seelsorger u. a. in Werne, Oberhausen und Dieburg tätig, bevor er 1918 nach Warschau ging, um sich dort der Ärmsten anzunehmen. Als „Vater der Armen“ war er bald bekannt und sorgte sich um das leibliche und seelische Befinden der Armen und Obdachlosen. Seine Stimme hatte Gewicht, und als aufrechter und wacher Zeitgenosse erhob er diese, als Polen von den Deutschen überfallen wurde. Am 27. Juni 1941 wurde er von der Gestapo in Warschau verhaftet und im Oktober 1941 von den Nazis im Konzentrationslager Auschwitz hingerichtet.
Johannes Paul II. nahm den Kapuzinerpater Anizeit Koplin 1999 in das Verzeichnis der Seligen auf.