Pater Cyprian Fröhlich

Als am 6. Februar 1931 Pater Cyprian Fröhlich im Kapuzinerkloster St. Anton in München starb, endete ein bewegtes und arbeitsreiches Kapuzinerleben. Ab 1872 studierte er an der TU München zunächst Maschinenbau und Naturwissenschaften, bevor er das Theologiestudium aufnahm und 1877 die Priesterweihe empfing. Mit den Kapuzinern stand er schon vorher in Kontakt, trat jedoch erst wenige Monate nach der Priesterweihe in den Kapuzinerorden ein und absolvierte das Noviziat in Burghausen und Laufen. Bereits ein Jahr später wurde P. Cyprian von der Bayerischen in die Rheinisch-Westfälische Kapuzinerprovinz nach Koblenz gesandt, um dort die Laiengemeinschaft (Dritter Orden/FG) der Kapuziner aufzubauen. Als Kind hatte Cyprian nach dem frühen Tod der Mutter viel Gewalt und Unterdrückung erfahren. Diese Erfahrungen sensibilisierten ihn für die Not armer oder elternloser Kinder, die damals in erbärmlichen Zuständen auf der Straße lebten. Zusammen mit Wohltätern und engagierten Bürgerinnen und Bürgern gründete er das „Seraphische Liebeswerk“, das sich bis heute um eine liebevolle Erziehung und gute Ausbildung benachteiligter Kinder und Jugendlichen kümmert. Er hielt die Augen für die konkrete Not der Menschen offen und gehörte so zu den Mitbegründern des Deutschen Caritasverbandes und rief den Vorläufer der heutigen Bahnhofsmission ins Leben. Sehen – Urteilen – Handeln, und das alles mit Gott verbunden, machte sein Leben und Arbeiten aus.