P. Manfred Hörhammer (1905–1985)
Erster geistlicher Beirat von Pax Christi deutsche Sektion

1905 in München-Schwabing geboren, durchlebt Pater Manfred Hörhammer das voller Widersprüche und von Kriegen geprägte 20. Jahrhundert. Grausamkeiten und Neuanfänge gehörten dazu.

Manfred Hörhammer erhielt durch Zufall den Gebetsaufruf der französischen Bischöfe für die Brüder in Deutschland und für Frieden. Diesen Aufruf verbreitete er, zumal er als Sohn einer französischen Mutter und eines deutschen Vaters keinen „Erbfeind“ erkennen konnte.
Er schreibt alte Freunde aus der Jugendarbeit in allen Diözesen Deutschlands an und wirbt für die Idee einer Friedensbewegung. Im Februar 1947 fährt er mit 16 anderen Deutschen nach Lourdes, wohin Pierre Marie Théas zu einem Treffen unter dem Namen „Pax Christi“ eingeladen hat. Im Jahr darauf findet in Kevelaer am Niederrhein bereits der erste internationale Pax-Christi-Kongress statt. Als 1948 die deutsche Sektion von Pax Christi mit der Unterstützung der französischen Bischöfe gegründet werden konnte, wurde er ihr erster geistlicher Beirat.

Sein zweites spirituelles Standbein war der Quickborn, die kirchliche Jugendbewegung, die vor allem von Romano Guardini geprägt war. Auch nach seinem Eintritt in den Kapuzinerorden blieb P. Manfred dieser Bewegung treu. P. Manfred stirbt 1985 und liegt auf dem Friedhof St. Anton in München begraben.

Quelle Karl Grüner, KG Mediendienste.