Deggingen

Im Oberen Filstal in Deggingen liegt die Kirche Ave Maria. Seit ältester Zeit ein beliebter Wallfahrtsort, den heute wie damals viele Menschen aufsuchen, um in der Stille zu beten und zugleich die erhabene Kunst der Vorzeit zu bewundern.

Unverändert gut erhalten zeigt sich dieses Marienheiligtum im strahlenden Glanz des deutschen Spätbarocks. Informationen zur Kirche finden Sie auf der Internetseite der Gemeinde Deggingen

Fast 90 Jahre waren Kapuziner Seelsorger in Ave Maria

450 Jahre lang, von 1477 bis 1928 wurde Ave Maria von Diözesanpriestern betreut, ausgenommen die Jahre, als der Protestantismus herrschte und die Verehrung Mariens unterdrückte. Im März 1929 übernahmen die Kapuziner die Seelsorge. Ab 1932 wurde dann das Kloster gebaut. Dem Ort wurden einige franziskanische Elemente hinzugefügt: die Franziskusgrotte, die Reliefskulptur des hl. Bruder Konrad, der Franziskuspfad, auf dem uns sein Sonnengesang begleitet und anderes mehr. Das Kloster beherbergte in besten Zeiten sieben bis acht Brüder.

Abschied von Deggingen

Am 28. Oktober 2018 endete nach fast 90 Jahren die Zeit der Kapuziner in Deggingen. Schweren Herzens ziehen die Brüder weiter, so wie sie das schon immer getan haben. Ave Maria war ein guter Ort, aber es gilt, die Kräfte zu bündeln. Beten Sie mit uns ein Ave zur Gottesmutter um Berufungen, damit vielleicht irgendwann wieder Brüder hierher zurückkehren.

Kapuziner gibt es heute ca. 10.000 in über 100 Ländern. Wenn Sie sich interessieren, dann finden Sie auf dieser Homepage Informationen über den Orden und auch über den Weg zu den Kapuzinern.

Möge die Gottesmutter von Ave die Brüder segnen und auch die Wallfahrerinnen und Wallfahrer.

Gottesdienste und Trauungen in Ave Maria

Informationen zu Gottesdiensten ab dem 28.10.2018 finden Sie auf der Homepage der Pfarrei Heilig Kreuz Deggingen. Informationen zu Trauungen finden Sie hier.

300 Jahre Ave Maria

Anlässlich des 300-jähriges Bestehen der Wallfahrtskirche "Ave Maria" in Deggingen fanden verschiedene Konzerte, Gottesdienste mit Weihbischof Kreidler von Rottenburg-Stuttgart und Kardinal Rauber statt. Mehr zu den Feierlichkeiten in einem Festvortrag von P. Leonhard.

Zusätzlich wurden besondere Kirchenführungen angeboten, auch eine Deutung der marianischen Bildfolge in der Kirche. Unter der Leitung des Kirchenbaumeisters Christian Wiedemann entstand als ein Gemeinschaftswerk dieses barocke Kleinod zwischen 1716 und 1718 an einem Steilabfall der Alb.
Die handwerklichen Begabungen für die Ausstattung der Kirche fanden sich mit den Stuckateuren Vater und Sohn Schweizer in Deggingen und den umliegenden Orten. Die Deckengemälde und Wandgemälde schuf Josef Wannenmacher, die Kanzel formte Georg Geser aus Drackenstein.