Bruder-Konrad-Jubiläum beendet: „Du bist, was du gibst“

Zum Abschluss des 200. Geburtsjahres von Bruder Konrad haben die Kapuziner am 22. Dezember, dem Geburts- und Tauftag des Heiligen, einen schlichten Festgottesdienst in Altötting gefeiert.

Fackelwanderung anlässlich des 200. Geburts- und Tauftags von Bruder Konrad

In seiner Predigt konzentrierte sich Kapuzinerprovinzial Bruder Marinus Parzinger auf das Wesen des heiligen Klosterbruders, der sich ganz auf andere Menschen hat einlassen können und nicht auf sich selbst fixiert war. Eine Haltung, die in der modernen Gesellschaft viel zu kurz komme, so Bruder Marinus. Statt zu geben, gehe es heutzutage vor allem darum, den eigenen Nutzen voranzutreiben. „Wer nur so durchs Leben geht, wird am Ende nichts haben“, sagte der Oberste der deutschen Kapuziner. „Wer nur sagt: ‚Ich bin, was ich habe!‘, wird scheitern.“ Ganz im Gegensatz zu dieser Haltung begreifen sich die Kapuziner: „Wir wissen, wenn wir nichts zu geben haben, braucht uns auch niemand“, betonte der Provinzial. Deshalb versucht die franziskanische Ordensgemeinschaft ihr Dasein ganz nach dem Motto „Du bist, was du gibst“ auszurichten.

Nach der Festmesse in der St. Konrad-Kirche in Altötting machten sich die Brüder und zahlreiche Verehrer des heiligen Konrads am Samstagnachmittag auf den Weg nach Parzham. Am Geburtsort versammelten sich rund 200 Menschen. Von hier aus startete eine stimmungsvolle Fackelwanderung, die geleitet von dem Motto „In Gott eintauchen – bei den Menschen auftauchen“ auf dem einstigen Taufweg bis nach St. Wolfgang führte.

Sehen Sie hier eine kurze Zusammenfassung des Bistums Passau über die Fackelwanderung am 22. Dezember 2018.

Einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung auf dem Venushof und die Eucharistiefeier mit Tauferneuerung in der Kirche in St. Wolfgang sehen Sie in der Mediathek von allround-tv. 

Mehr über den Heiligen Konrad erfahren Sie auch hier: 

Ein Interview mit Bruder Niklaus Kuster, dem Autor der aktuellen Bruder-Konrad-Biografie

Wer war Bruder Konrad? Ein Film über den Passauer Bistumspatron

Redaktion: Beate Spindler