Festgottesdienst: Bruder Konrad vor 85 Jahren heiliggesprochen

Vor 85 Jahren, am 20. Mai 1934, sprach Papst Pius XI. den Kapuzinerbruder Konrad von Parzham heilig. Ein Ereignis, das in der politisch hochbrisanten Zeit des Nationalsozialismus als ein großes Geschenk der Kirche an das deutsche Volk empfunden wurde.

Mit der Heiligsprechung am Pfingstsonntag 1934 lenkte die Kirche in einer Zeit, in der dem „Braunen aus Braunau“ gehuldigt wurde, den Blick auf einen einfachen schlichten Kapuziner. 41 Jahre lang hatte Bruder Konrad im damaligen Altöttinger St. Annakloster Gott und den Menschen zugewandt seinen Dienst an der Klosterpforte verrichtet. Beim Volk und vor allem bei den Wallfahrern war er hochgeschätzt. Das Ausmaß seiner Beliebtheit brachten die Gläubigen zum Ausdruck, als sie im September des gleichen Jahres zwei Wochen lang diese Heiligsprechung in Altötting feierten – 200 000 Menschen waren dazu in den Wallfahrtsort gekommen, mehr Teilnehmer als bei den Papstbesuchen von Johannes Paul II. 1980 und Benedikt XVI. 2006.

Am 20. Mai jährt sich diese Heiligsprechung zum 85. Mal. Aus diesem Anlass laden die Brüder Kapuziner am kommenden Montag, 20. Mai, nach Altötting in die Klosterkirche St. Konrad zu einem Festgottesdienst ein. Beginn ist um 10 Uhr.

Redaktion: Beate Spindler