Franziskanischer Managementansatz

Deutsche Kapuziner für das IKMS in Manila und Amsterdam zu Management und ethischer Soziallehre

Der Transfer katholischer Werte in Managementbildung und -handeln war das Thema einer Konferenz internationaler Wissenschaftler und Praktiker vom  26.-28. Februar in der De la Salle Universität, dem De la Salle College St. Benilde und der Ateneo de Manila Universität in Manila. Dazu  gehörten Kapuzinerpater Pater Thomas Dienberg und der Geschäftsführer des Instituts für Kirche, Management und Spiritualität (IKMS) Markus Warode.

Zu dem Thema „Vertrauensmanagement und Spiritualität referierten beide am 4. Juli auf der European SPES Institute Conference in Amsterdam.

Praxisbeispiel in vor den Toren Manilas
Teil der Konferenz war ein Besuch der Gawad Kalinga Enchanted Farm. Das soziale Unternehmensprojekt vor den Toren der Hauptstadt hat das Ziel, der armen Bevölkerung über Bildung, Kredite und die Möglichkeit sich durch Arbeit den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, eine Perspektive für eine gute Zukunft zu geben. „Das Projekt ist auf die gemeinschaftliche Solidarität aller Philippiner gerichtet. Es geht darum die eigenen Ressourcen optimal zu nutzen und Visionen für die Philippinen ohne Armut und Kriminalität zu leben,“ betonte ein Manager der Farm die gesellschaftliche Wichtigkeit des Projektes.

Das IKMS nutzte im Rahmen der Konferenz die Gelegenheit erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Franziskanische Führung“ vorzustellen. Mit dem brüderlich franziskanischen Managementansatz, dem Fokus auf evangelische Armut und den Erfahrungen in der Schnittmenge von Spiritualität und Management reihte sich das IKMS im Rahmen der praxisorientierten Vorträge und Workshops ein. „Das Engagement und die Ideen Werte in Managementausbildungsformate zu integrieren und Lösungen für gutes und nachhaltiges Führungsverhalten zu entwickeln, ist ein globales Thema. Es ist deutlich geworden, dass es darauf ankommt, zu handeln und Probleme aktiv anzugehen. Dafür werden Problemlösekompetenzen und strukturiertes Prozessdenken immer wichtiger für die Ausbildung, resümierte IKMS-Geschäftsführer Markus Warode.
Weiter Interformationen zu „Catholic Social Thought on business education“ unter www.stthomas.edu/manila

Vertrauensmanagement und Spiritualität: IKMS in der Nyenrode Business Universität in Amsterdam
Management in the VUCA World: The Role of Spirituality war das diesjährige Leitthema der Konferenz, die in der Nyenrode Business University in Amsterdam vom 3. – 4. Juli 2015 stattfand. VUCA – Volitility (Sprunghaftigkeit), Uncertainty (Unsicherheit), Complexity (Komplexität), Ambiguity (Mehrdeutigkeit) ist ein entscheidender Wegbegleiter für die Prozesse in heutigen Organisationen. Im Forschungsprojekt InVest haben wir die Rolle von Spiritualität und Vertrauen (als Ressource) in Veränderungsprozessen erforscht. Es zeigt sich immer mehr, dass dies ein zukunftsorientierter Ansatz für einen positiven Umgang mit den Herausforderungen der heutigen Zeit ist, resümierten Pater Thomas und Markus Warode zufrieden den Verlauf der Tagung. SPES (Spirituality in Economics and Society) ist ein internationales Institut, welches Spiritualität mit unterschiedlichen Schwerpunkte in Wirtschaft und Gesellschaft erforscht und in einen weltweiten Austausch bringt.
Text: Markus Warode/Redaktion: Beate Schneiderwind