„Kapitelsweg 2022“ beim Oberentreffen in der Diskussion

Die Hausoberen der zwölf Klöster der deutschen Kapuzinerprovinz haben sich vom 2. bis 4. Februar in Zell am Harmersbach versammelt. Es war das erste größere Treffen nach dem Provinzkapitel im Sommer 2019. Die Provinzleitung stellte dabei Pläne vor, wie die Kapitelbeschlüsse umgesetzt werden sollen.

Die 20 Teilnehmer begannen mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Wallfahrtskirche „Maria zu den Ketten“. Nach einem Austausch über die Situation in den Häusern informierte Provinzial Br. Christophorus die Guardiane, ihre Stellvertreter und die Vorsteher der kleinen Brüdergemeinschaften zu aktuellen Themen.

Dabei wurde auch der sogenannte „Kapitelsweg 2022“ angesprochen: Beim Provinzkapitel in Reute hatten die Kapitulare beschlossen, dass bis 2022 die prophetische Rolle der Kapuziner in Deutschland geschärft werden soll. Auch muss angesichts der immer weniger aktiven Brüder die finanzielle Situation der Provinz konsolidiert werden. Ebenfalls ist das Basismodell zu überarbeiten. Darin ist festgelegt, auf welche Häuser sich die Kapuziner in Deutschland bei schwindenden Mitgliederzahlen konzentrieren wollen. In Zukunft wird in diese Überlegungen auch eingearbeitet werden, wo eine prophetische Lebensweise möglich ist und für welche Häuser noch die personellen und finanziellen Ressourcen zur Verfügung stehen. Die Überlegungen werden in den Brüdergemeinschaften konkretisiert.

Text / Fotos: Br. Helmut Rakowski