Stilles Stehen vor 4.000 Toten: Ein Rundgang durch die Kapuzinergruft in Rom

Der Kapuzinerbruder Helmut Rakowski über die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens und warum es sich nirgends so schön darüber nachdenken lässt wie in der Totengruft im Kloster an der Via Veneto in Rom.

Es ist eine einzigartige Gruft, die die Kapuziner in ihrem Kloster an der Via Veneto in Rom haben. Hier lagern die sterblichen Überreste von 4.000 Toten, kunstvoll arrangiert als Wanddekor. Was sich in Gegenwart dieser stillen Gebeine über das rechte Leben lernen lässt, verrät Bruder Helmut Rakowski. Er hat fünf Jahre im Kapuzinerkloster an der Via Veneto gelebt, bevor er Ende 2017 nach München gerufen wurde  – für ihn ist die Gruft keine Schreckenskammer, sondern ein Ort, an dem es sich geradezu ästhetisch schön über die eigene Endlichkeit nachdenken lässt.

Vor Kurzem hat er Radio Vatikan auf einem Rundgang durch die Gruft begleitet. Der Beitrag ist eine Einladung zur Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens – nicht nur an diesem Totensonntag, dem evangelischen Gegenstück zu Allerseelen, an dem zugleich das Kirchenjahr endet.

Den Beitrag über die Kapuzinergruft in Rom von Radio Vatikan gibt es hier zum Lesen und Anhören

Redaktion: Beate Spindler
Foto: Pixabay