Wenn Christen sich auf Schatzsuche begeben

Zur Einstimmung auf die österliche Bußzeit veranstalten die Kapuziner in Altötting wieder das traditionelle Eucharistische Stundengebet. Es findet am 29. Februar und 1. März in der Kirche St. Magdalena statt.

Die Andachtsform geht auf das Jahr 1527 zurück. In Mailand herrschte große Not, weswegen Menschen 40 Stunden lang vor dem Allerheiligsten beteten. Die Anzahl der Stunden entsprach der Zeit der Grabesruhe des Herrn. 1591 brachten Jesuiten die Tradition des Stundengebets nach Altötting.

Auch heute noch erfreut sich die Andacht, die im oberbayerischen Wallfahrtsort die österliche Bußzeit einläutet, großer Beliebtheit. In diesem Jahr lautet das Thema: „Die kostbare Perle finden“. Angeregt durch das Altöttinger Wallfahrtsmotto begibt sich Kapuzinerbruder Norbert Schlenker in den Predigten zum Eucharistischen Stundengebet auf Schatzsuche. Der Guar­di­an von St. Mag­da­le­na und St. Kon­rad sowie stell­ver­tre­ten­de Wall­fahrts­rek­tor ­­knüpft dabei an das Evangelium nach Matthäus an: „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“, sagt Jesus in der Bergpredigt (Mt 6, 21).

In Altötting führt eine Schatzsuche unwillkürlich zum heiligen Bruder Konrad von Parzham, der hier im Kloster der Kapuziner seinen Schatz gefunden hat. Er hat sich – wie schon der Ordensgründer, der heilige Franz von Assisi – als Wallfahrer auf den Weg gemacht. An die Spuren der Heiligen anknüpfen und Schatzsucher in ihrem Geiste sein: Gelegenheit dazu haben alle Interessierten im Rahmen des Eucharistischen Stundengebets in der Kirche St. Magdalena in Altötting.

Geplanter Ablauf

Samstag, 29. Februar:
10 Uhr Festmesse mit Predigt
Aussetzung – Anbetung
15 Uhr Eucharistische Andacht
16 Uhr Predigt
Litanei – Eucharistischer Segen

Sonntag, 1. März:
9:30 Festmesse mit Predigt
Aussetzung – Anbetung
15 Uhr Abschlusspredigt
Te Deum – Eucharistischer Segen

Weitere Informationen zum Eucharistischen Stundengebet sowie einen Ausblick auf die Fastenpredigten im Pfarrverband Altötting finden Sie in diesem Flyer.

Text: Beate Spindler
Foto: Pixabay