Rosenheim

Konvent geschlossen

Die Kapuziner und Klarissen-Kapuzinerinnen von St. Sebastian haben Rosenheim verlassen. Bereits zum Jahresende 2016 wurden die Ordensschwestern verabschiedet. Sie werden ihr Apostolat der Ewigen Anbetung in Mallersdorf-Pfaffenberg fortführen.
Am 22. Januar 2017 wurden die bisher in Rosenheim ansässigen Kapuzinerbrüder mit einem Dankgottesdienst verabschiedet. Die Kapuziner Benno Strobach, Konrad Heidrich, Alexander Madathil und  Br. Karl Kleiner haben in Altötting ein neues Zuhause gefunden.

Über 410 Jahre waren die Kapuziner in Rosenheim ansässig. Am 4. Mai 1606 legten dreizehn Patres den Grundstein für den Konvent. Die Klosterniederlassung zählte damals 27 Zellen, vier Gastzimmer und eine Armenstube. Gefragt waren die Kapuziner als Beichtväter, Prediger und Krankenkuraten. Anfang des 19. Jahrhunderts lebten über 40 Menschen in dem kleinen Kloster. Nach einer bewegten Geschichte und mehrfachem Neubeginn nach Brand oder staatlicher Auflösung kam es 1854 zum Neubau des Gebäudes an der Sebastianuskapelle.
1986 zogen Klarissen-Kapuzinerinnen aus Südafrika nach Rosenheim. Zu diesem Zweck wurde das Kloster umgebaut und die Kirche wurde zu einer Anbetungskirche umgestaltet.

Zuletzt lebten in Rosenheim doe oben genannten vier Kapuzinerbrüder. Die Brüder haben Gottesdienste und Andachten gehalten. Sie wirkten als Beichtväter und Prediger sowie in der Pfarrseelsorge. Die Marianische Männerkongregation mit sieben Außengemeinden und 197 Mitgliedern wurde ebenfalls von ihnen betreut.
Die drei Stadtteilkirchen Rosenheims sollen nach dem Abschied der Kapuziner die seelsorgerischen Aufgaben übernehmen.