Kapuziner im Süden Chiles

Einsatz für die Menschen- und Bürgerrechte der Mapuche-Indianer

Seit über 100 Jahren wirken bayerische Kapuziner in der Araukanie, dem Land der Mapuche-Indianer. Die Mission der bayerischen Kapuziner bei den Mapuche-Idianern im Süden Chiles ist abgeschlossen. Nur noch wenige Patres und Brüder sind dort heute noch im Einsatz.

Das Engagement der Kapuziner für die Rechte und menschenwürdige Behandlung der Mapuche-Indianer prägt ihre Arbeit bis heute und die Solidarität der Kapuziner zu den Mapuche-Indianern bleibt nach wie vor erhalten. Enteignung, juristische Repressalien und offene Diskriminierung der Indianer vonseiten der Regierungen und die der weißen Bevölkerung der letzten hundert Jahre haben sich nur in geringem Maße verändert.

Dauerhaftes Erbe und fortwährende Solidarität

Die Kapuziner hinterließen den Mapuche-Indianer neben dem dauerhaften Einsatz – auch aktiv gegenüber der Regierung – eine flächendeckende Schulbildung mit eigenen qualifizierten Lehrkräften, Gesundheitsfürsorge und die „Stiftung Indianerinstitut“. Letztere setzt sich für die Würde und Rechte der ursprünglichen Bevölkerung im heutigen Chile ein.

Der Stiftung für diese Arbeit zu den notwendigen Mitteln zu verhelfen, dazu fühlen sich die Missionare aus der Deutschen Kapuzinerprovinz nach wie vor verpflichtet.

„Kirchen in Chile brennen“. So titelten im Oktober 2020 Tagen zahlreiche Zeitungen. Der Kapuziner Juan Bauer lebt seit 1974 in Chile, zurzeit in Pucón in der Región de la Araucanía. Im Interview berichtet der Priester über die aktuelle Lage nach dem Verfassungsreferendum im Oktober, die Corona-Pandemie und die soziale Spaltung im Land.Er sagt: „Das Land ist gespalten zwischen einigen wenigen sehr reichen Personen und einer Mehrheit, die um ihre Existenz hart ringen muss.“