Die Renovierungen der St.-Anna-Basilika in Altötting

Renovierung 1930

Knapp zwanzig Jahre nach der Fertigstellung wurde mit Hilfe eines fahrbaren Gerüstes die Raumschale Abschnitt für Abschnitt gesäubert und neu getüncht. Grund dafür waren wohl die teilweise farblichen Veränderungen der Wände, die sich durch das Einziehen des Kalkes in den Putz ergaben. Ein weiterer Anlass zu dieser Maßnahme war wohl die Seligsprechung des Bruder Konrad 1930 und die Hoffnung auf eine baldige Heiligsprechung. Tatsächlich konnte der neue Heilige bereits 1934 gefeiert werden.

Renovierung 1987

Dringend notwendig war eine Sanierung und Stabilisierung des Dachstuhles und des Kirchendaches. Folgende Maßnahmen wurden durchgeführt: Verstärkung von Turm (Dachreiter) und Dachstuhl; 4100 Quadratmeter Dachfläche erhielten eine zweite Haut und eine neue Eindeckung. Die Fenster an den Seitenwänden wurden erneuert, eine Blitzschutzanlage wurde angebracht. Die Vasen an den Brüstungen wurden saniert.

Renovierung 1992

1992 stand die Sanierung der neobarocken Hauptfassade an, etwa Spenglerarbeiten und Taubenabwehr.

Renovierung 1998/1999

Die Sanierung des Krippenganges war ein großes Anliegen der Kapuziner. Spätestens seit dem Besuch von Papst Johannes Paul II. war deutlich, dass die Infrastruktur im Krippengang verbessert werden musste. Ab dem Jahr 1998 wurden folgende Arbeiten durchgeführt: Einrichtung von Beichtzimmern auf der Gartenseite, Einbau von Toiletten und funktionalen Räumen, Renovierung der Sakristei, Neuverlegung des Stromanschlusses, Einrichtung des Elektroraumes sowie die Restaurierung des Kreuzweges für den Krippengang.

Renovierung 2006

Einbau einer neuen Lautsprecheranlage für Kirchenschiff und Emporen.

Generalsanierung ab 2012: "Stelle mein Haus wieder her"

Im Jahr 2012 war eine Generalsanierung der Basilika notwendig, um einer Ausweitung der vorhandenen Schäden zuvorzukommen. Das Motto der Generalsanierung der Wallfahrtsbasilika St. Anna in Altötting "Stelle mein Haus wieder her" stammt aus einer Lebensbeschreibung des hl. Franziskus. Mehr noch, es ist der franziskanische Ur-Auftrag innerhalb der Kirche, damals wie heute.

Von Januar bis April 2011 wurde mit Hilfe eines Gerüstes eine Musterachse erstellt. Bis zum Scheitel (24 m) wurde ein Joch bemustert. Stuckateure untersuchten die Stuckelemente untersucht. Kirchenmaler reinigten die Raumschale mit verschiedenen Methoden und strichen die Fläche mit Kalk zweimal neu gestrichen. Der Seitenaltar (Vierzehn-Nothelfer) im Bereich der Musterachse wurde zur Hälfte gereinigt. Aufgrund der Befunduntersuchung wurden die Kosten für die Renovierung der gesamten Raumschale hochgerechnet. Es folgten kleinere Untersuchungen der Wände im Altarraum und in der Schmerzhaften Kapelle.

Seit 2011 wurden dann Kostenpläne erstellt für Gewerke im Inneren der Kirche: die Reinigung und Restaurierung der Raumschale, für die Seitenaltäre und Gemälde, für ein Brandschutzkonzept, die Elektroinstallation, für ein erstes Lichtkonzept, für Einrichtung und Anschluß der Fernwärme, usw. Ebenso für die Gewerke am Äußeren der Kirche: für die Gerüste, die Maurer- und Malerarbeiten, für Spenglerarbeiten, Dachdecker und Steinmetz, für die Taubenabwehr ebnso wie für den Anbau einer Toilettenanlage usw.

Vom 30. Januar bis in den Mai 2012 hinein wurde die Kirche außen eingerüstet. Seit Anfang April wurden Schäden am Äußeren der Kirche beseitigt: Reparatur der Vasen, Renovierung der Kreuze mit Sockel, Reinigung des Daches, Ausbesserung von Blechabdeckungen, Untersuchung des Dachreiters und der Marienstatue, Ausbesserung von Blechschäden, Erneuerung der Blitzschutzanlagen, Ausbesserung von Putzschäden, Befestigung der Natursteinsockel, Sicherung und Reinigung der Monumentalfiguren an der Fassade, Erneuerung der Taubenabwehr. Die Arbeiten wurden bis Mitte Oktober 2012 abgeschlossen. Der Abbau des Gerüstes war am 22. Oktober beendet.

Mitte Oktober 2012 startete die Innenrenovierung der Kirche. Die Baustelle wurde seit der Feier des 100 j. Weihejubiläums am 13./14. Oktober 2012 eingerichtet. Das Gerüst im Kirchenschiff wurde bis Mitte Februar 2013 aufgebaut. Nach Beendigung der Malerarbeiten in der Raumschale und an den Seitenaltären wurde das Gerüst bis Mitte Januar 2014 abgebaut.

Für das jährliche Frühjahrshauptfest der Marianischen Männerkongregation und die inzwischen traditionelle Bauernwallfahrt konnte die Basilika am 6. April 2014 für die Gottesdienste geöffnet werden. Jede Gruppe konnte bei "vollem Haus" die hl. Messe feiern. Seit dem Palmsonntag 2014 ist die Basilika für die Öffentlichkeit und die Wallfahrt wieder geöffnet.

Mit der Weihe des neuen Altares und der Segnung des Ambos am 12. Oktober 2014 wurde der offizielle "Schlusspunkt" unter die Generalsanierung gesetzt. Abgeschlossen war die Renovierung damit noch nicht: Von November 2014 bis Mai 2015 haben die Orgelbauer die Hauptorgel (Marienorgel) restauriert.

Als Zeichen des Dankes wurde eine Steintafel zum Dank an alle Wohltäter für die ideelle und finanzielle Unterstützung entworfen und angebracht. Die Tafel befindet sich unter der Orgelempore auf der linken Seite.