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AURUM_Gründonnerstag | 01.04.21
Bruder Stefan M.

„An Grün­don­ners­tag kommt die Kir­che aus dem Stau­nen nicht mehr her­aus“, sagt Bru­der Ste­fan Maria, „wir stau­en über das, was sich der Drei­fal­ti­ge Gott, der Gott des Lebens alles so ein­fal­len lässt, um dau­er­haft in unse­rer Mit­te zu sein.“ Wir sehen heu­te auf Jesus, wie er sich im letz­ten Abend­mahl blei­ben gegen­wär­tig setzt. Und wir sehen, wie er im Zei­chen der Fuß­wa­schung das zum Aus­druck bring, was inner­lich in der Eucha­ris­tie geschieht.

[Evan­ge­li­um: Mar­kus, Kapi­tel 13, Ver­se 1 bis 15]

Es war vor dem Pascha­fest Jesus wuss­te, dass sei­ne Stun­de gekom­men war, um aus die­ser Welt zum Vater hin­über­zu­ge­hen. Da er die Sei­nen lieb­te, die in der Welt waren, lieb­te er sie bis zur Voll­endung. Es fand ein Mahl statt und der Teu­fel hat­te Judas, dem Sohn des Simon Iská­ri­ot, schon ins Herz gege­ben, ihn aus­zu­lie­fern. Jesus, der wuss­te, dass ihm der Vater alles in die Hand gege­ben hat­te und dass er von Gott gekom­men war und zu Gott zurück­kehr­te, stand vom Mahl auf, leg­te sein Gewand ab und umgür­te­te sich mit einem Lei­nen­tuch. Dann goss er Was­ser in eine Schüs­sel und begann, den Jün­gern die Füße zu waschen und mit dem Lei­nen­tuch abzu­trock­nen, mit dem er umgür­tet war. Als er zu Simon Petrus kam, sag­te die­ser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen? Jesus sag­te zu ihm: Was ich tue, ver­stehst du jetzt noch nicht; doch spä­ter wirst du es begrei­fen. Petrus ent­geg­ne­te ihm: Nie­mals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwi­der­te ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du kei­nen Anteil an mir. Da sag­te Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur mei­ne Füße, son­dern auch die Hän­de und das Haupt. Jesus sag­te zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle. Er wuss­te näm­lich, wer ihn aus­lie­fern wür­de; dar­um sag­te er: Ihr seid nicht alle rein. Als er ihnen die Füße gewa­schen, sein Gewand wie­der ange­legt und Platz genom­men hat­te, sag­te er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr sagt zu mir Meis­ter und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meis­ter, euch die Füße gewa­schen habe, dann müsst auch ihr ein­an­der die Füße waschen. Ich habe euch ein Bei­spiel gege­ben, damit auch ihr so han­delt, wie ich an euch gehan­delt habe.

Abdruck des Evan­ge­li­en­tex­tes mit freund­li­cher Genehmigung
der Stän­di­gen Kom­mis­si­on für die Her­aus­ga­be der
gemein­sa­men lit­ur­gi­schen Bücher im deut­schen Sprachgebiet;
Evan­ge­li­en für die Sonntage:
Lek­tio­nar I‑III 2018 ff. © 2020 staeko.net

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